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Krapfenbacktraum

Warmer, köstlich-aromatischer Krapfenduft weckt Appetit. Schon beim Schnuppern denken wir an den leckeren Geschmack des zarten Gebäcks und stellen uns vor, wie wir in den üppig gefüllten Krapfen beißen.

Die Bäcker, die in der Faschingssaison fast rund um die Uhr Krapfen backen, empfinden den Geruch jedoch anders. Deshalb wurde nun in unserer Backstube ein separater Krapfenbackraum eingerichtet. Hier werden nicht nur Krapfen sondern auch das gesamte Schmalzgebäck-Sortiment gebacken. Stephan Kelnhofer, Produktionsleiter beim Brunner Bäcker zeigt auf die Anlage der Fettpfanne für Küchle, Spritzringe, Donuts und Co.

Eine große Dunstabzugshaube sorgt dafür, dass der entstehende Dampf abgesogen wird. Diese Abluftvorrichtung und vor allem die große Entlüftungsanlage über der Krapfenbackanlage sorgen für frische Luft. Mit dem Dampf werden auch sämtliche Fettpartikel abgesogen. Die Mitarbeiter atmen frische, gleichbleibend temperierte, klare Luft. Da der Raum abgedichtet ist, werden die Backwaren in der benachbarten Konditorei nicht von Fremdgeruch beeinträchtigt. 

Die Krapfenanalge des Brunner Bäcker schafft pro Stunde ca. 900 Krapfen, die dann mit Konfitüre oder verschiedenen leckeren Cremes gefüllt werden. Während der Faschingssaison werden rund 1,4 Mio Krapfen und Schmalzgebäcke gebacken.

Unser Sortiment umfasst etwa 10 Sorten. Alle miteinander kann unser Kunde ganz individuell zu seinem persönlichen Krapfenmix zusammenstellen. Damit bekommt er 6 Krapfen (oder Schmalzgebäck) für 5,00€.

Am Beispiel unseres Krapfenspitzls lässt sich sehr gut die „Leidenschaft zum Backen“ erklären - die damit verbundene Handarbeit.

Zunächst muss der leichte Hefeteig die richtige Temperatur haben. Erst dann kann er von Hand geflochten werden. Die kleinen Teig-Zöpfchen werden anschließend „auf Gare gesetzt“. Die Garzeiten und -temperaturen sind wiederum ausschlaggebend für die gut sichtbare Flechtung des fertigen Gebäcks. Sind die Spitzl-Teiglinge backfähig und groß genug werden sie von Hand in der Fettpfanne geschwenkt. Übrigens werden alle unsere Siedegebäcke in „Biskin gebadet“. Biskin ist ein reines und hochwertiges Pflanzenfett. Bei richtiger Backtemperatur von etwa 185°C nimmt der leichte Hefeteig, der nun zum Siedegebäck wird, kaum Fett auf. Die Kruste verschließt sich, das Fett dringt nicht in die Krume und damit ins Gebäckinnere. Das Krapfenspitzl schwimmt nur bis knapp zur Hälfte im Fett.
Nach dem Abkühlen wird das Krapfenspitzl mit leichtem Vanillepudding gleichmäßig gefüllt und in Zimt-Zucker gewendet.

Petra Zimmert
Verkaufsleitung Brunner Bäcker

07.02.2012 13:24 Alter: 101 Tage